Samstag, 18. Februar 2012

Abschied von den Weisheitszähnen- Tag 1


Hallo alle zusammen



Also nachdem mir die letzten 2 Tage wirklich nicht nach Schreiben zu Mute war, kann ich jetzt endlich den Bericht über das Weisheits-Zahn-Thema nachliefern ;-)

Also die OP selber war eigentlich sehr... amüsant und interessant. Ich habe zum Glück eine kieferchirurgische Praxis mit ausgesprochen gutem Service erwischt! Die haben mir nämlich schon vor den „berühmten“ ekligen lokalen Betäubungsspritzen ins Zahnfleisch eben selbiges per Spray betäubt- somit war nicht mal die Spritze unangenehm… Leider musste ich dann noch fast 20 Minuten auf meine Ärztin und den OP-Beginn warten, da wohl ein anderer Eingriff ungeplant länger gedauert hat. Das hat mir aber die Erfahrung ermöglicht, mit einer komplett betäubten Gesichtshälfte mit der Arzthelferin über Gott und die Welt zu plaudern (sie ist in meinem Heimatort zur Schule gegangen…).

Als es dann los ging war eigentlich nur das Geräusch beim Durchsägen der Zahnwurzeln eklig. Nun komme ich eben aus einer Familie die auch Handwerker beinhaltet und weiß daher genau, was es bedeutet, wenn eine Mischung aus Kreissäge und Schleifmaschine zu hören ist. Aber zu merken war dank Betäubung nix- also Augen zu, auf die Musik konzentrieren, die ich per Kopfhörer zu mir nehmen durfte, und gut is! J

Nach etwa 20 Minuten war alles überstanden, ich und die Ärztin immer noch gut gelaunt und es ging ab nach Hause. Einziger Nachteil: Der eine Zahn lag so tief, dass die Ärztin die Kieferhöhle öffnen musste, also schon mal eine Woche Antibiotika- für mich als Tabletten-Hasser eine super Aussicht: 4 Mal am Tag eine Tablette. Toll! Zusätzlich noch 3 Mal täglich 2 Tabletten mit einem Ananasextrakt zum Abschwellen der Wunden, aber voraussichtlich nur die ersten 2 Tage, das ging ja.

Ansonsten verlief aber zunächst alles prima. Kaum Schwellung, auch nach Abklingen der Betäubung kaum Schmerzen. Meine Mutter staunte, Zitat: „Wie du jetzt so viel reden kannst. Andere Leute würden leidend im Bett liegen. Aber ich glaube manchmal, dafür dass du vorher so viel jammerst, ist es dir dann hinterher ziemlich egal…“ J.

Stand mittags um 14.00 Uhr also: Stimmung gut, verordnete Tabletten pro Tag: 12, Ekelfaktor: mittelmäßig, nötige zusätzliche Schmerzmittel: keine.


Es hätte sooo gut sein können… aber NEIN: Ich habe Abends aus Protest noch „Mer losse d’r Dom in Kölle“ geschaut (wenn ich schon nicht an Karneval partizipieren kann dann schaue ich wenigstens zu!!!), ging danach ins Bad und konnte meinen Augen nicht trauen: Trotz Ananas-Extrakt und Dauer-Kühlen: Eine riesige, blaue Backe!!! Suuuper!

Damit Stand 22.00 Uhr: Stimmung: mittelmäßig, verordnete Tabletten pro Tag: immer noch 12, Ekelfaktor: hoch, nötige zusätzliche Schmerzmittel: 1, Versuche zu schlafen, bis es endlich geklappt hat: unzählige...





                                                                  --- Fortsetzung folgt ----

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen